Infusionstherapie

Medikamente, die als Infusion direkt in den Blutkreislauf gegeben werden, wirken oft schneller und intensiver als bei einer Tabletteneinnahme. Gerade bei der oralen Einnahme von Medikamenten ist eine ausreichende Wirkstoffaufnahme oft nicht gewährleistet. Bei vielen Erkrankungen sind Magen und Darm sensibel oder gar so angegriffen, dass die Medikamente nicht wirken können. Auch viele Medikamente verhindern die Nährstoffaufnahme; z.B. verhindern Pantoprazol, Omeprazol und andere Protonenpumpenhemmer die Aufnahme von Vitamin B12. Hier kann es zu einem Mangel kommen, der sich vor allem für das Nervensystem negativ auswirkt.

Bei welchen Erkrankungen kommt die Infusionstherapie zum Einsatz?

Bei der Mitochondropathie = ein zellulärer „Burn out“, der Aufgrund von starken Störungen im mikroökologischen bzw. biochemischen Haushalt der Zelle zu diversen Erkrankungen führt. Hierunter fallen verschiedene Symptome wie:

  • Chronische Müdigkeit (CFS)
  • Konzentrationsstörungen
  • allgemeine Leistungsschwächen
  • Depressionen sowie depressive Verstimmungen
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • diverse vegetative Symptome wie: Reizdarm; Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen;
    Angst-/Panikzustände, Schwitzen trotz frieren u.a.
  • Schmerzzustände wie Fibromyalgie, wandernde Gelenksschmerzen u.a.
  • bei akuten Infekten. Hier werden an 3 Tagen hintereinander in einer Hochdosis Vitamin C und andere Vitamine sowie zum Krankheitsbild passende pflanzliche oder homöopathische Wirkstoffe eingesetzt. Somit bekommt das Immunsystem auf direktem Weg einen Nährstoffschub. Zudem gelten viel Vitamin als Fänger von freien Radikalen, also krankmachende Keime und/oder Substanzen.
  • zur Begleitung und Aufbau bei bzw. nach schweren Erkrankungen oder erschöpfenden
    Behandlungsmaßnahmen.
  • zur Prophylaxe
  • zur Unterstützung der Regeneration bei (Spitzen)-Sportlern. Gerade durch sportliche Aktivitäten verliert der Mensch viele wichtige biochemische Stoffe (Magnesium, Calcium, Kalium ….). Um eine schnelle Regeneration zu erreichen und damit der Körper schneller wieder trainierbar wird, stellen wir einen individuellen Aufbauplan zusammen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Auf individuelle Abstimmung an Ihre persönlichen Bedürfnisse und Beschwerden legen wir besonders großen Wert. Daher führen wir bei einem Verdacht auf Allergie oder Unverträglichkeit vorher einen Quaddeltest durch. Sollte dieser eine Reaktion zeigen, können wir ein anderes, besser verträgliches Medikament verwenden und somit Nebenwirkungen oder die Gefahr von allergischen Reaktionen reduzieren bzw. vermeiden.

Gibt es Risiken?

Alle invasiven Behandlungsmethoden bergen gewisse Risiken. So auch die Infusionstherapie. Diese können sein:

Infektionen durch eindringen von Krankheitskeimen über die Nadel.
Wir achten penibel auf die Einhaltung aller für diese Therapie erforderlichen hygienischen Anforderungen, die uns durch die Hygieneverordnung vorgegeben sind. Somit kann ich
darauf verweisen, dass sich in meiner Praxis kein derartiger Infektionsfall ereignet hat.

Blaue Flecken; Schwellungen
Blaue Flecken entstehen meist am Ende der Infusionsbehandlung, wenn nach dem ziehen der Nadel die Einstichstelle nicht lange genug zugedrückt wird. Jeder Mensch hat seine eigene Gerinnungszeit, d.h. die Zeit, in der eine Blutung stoppt. Löst man zu schnell den Druck, kann Blut aus der offenen Vene ins umliegende Gewebe fließen. Dieses Hämatom vergeht folgenlos innerhalb einiger Wochen.

Schwellungen entstehen, wenn die Infusionsflüssigkeit nicht in, sondern neben die Vene läuft. Dies kann passieren, wenn der Patient seinen Arm bewegt, die Nadel dabei verrutscht und diese dann die Vene durchsticht. Da das austreten der Infusionslösung ein brennen verursacht, merkt es der Patient sehr schnell. Somit wird die Infusion sofort entfernt und die Schwellung von uns entsprechend behandelt. Schäden bleiben keine zurück.

Allergische Reaktionen; anaphylaktischer Schock
Allergische Reaktionen treten sehr selten, anaphylaktische Schocksituationen noch seltener auf. Allerdings lässt sich eine solche Situation nie ganz verhindern. Durch die bereits oben genannte Quaddeltestung reduzieren wir das Risiko schon auf ein Minimum. Sollte es doch unerwartet zu einer allergischen (Schock-)Reaktion kommen, sind wir in der Lage, angemessen darauf zu reagieren.

Unser Wissen über die entsprechenden Notfallmaßnahmen wird durch die regelmäßige Teilnahme an Notfallschulungen aufgefrischt.


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