Moxatherapie

Moxatherapie - auch Moxibustion oder Moxen genannt

Es handelt sich um eine Therapie, die in der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) entwickelt wurde. Doch mittlerweile wird sie nicht nur hier angewandt, sondern auch in vielen anderen Ländern, teils in veränderten Formen.

In der TCM gilt das Moxen gegenüber der Akupunktur als gleichwertige Behandlungstechnik. Denn nicht nur Nadeln, sondern auch das Moxen kann bei belasteten Akupunkturpunkten und Meridianen eingesetzt werden.

Was ist Moxa?

Es handelt sich von getrockneten und fein geriebenen Blättern des Beifußes (Artemisa princeps). Dieses Kraut gilt seit vielen hundert Jahren als Heil- und Gewürzpflanze. Sie wird im Frühjahr gesammelt, getrocknet, gereinigt, gerieben und in unterschiedliche Handhabungsarten verarbeitet. Dem Moxa werden noch weitere Stoffe beigemischt. U.a. ätherische Öle wie Cineol, Cholin, Harze; Thujaöl.

Behandlung mit Moxakegeln

Hier werden dem Patienten auf die zu behandelten Punkte Ingwerscheiben gelegt. Hierauf werden kleine Kegeln aus Moxakraut entzündet, die langsam verglimmen. Merkt der Patient ein Hitzegefühl, schiebt der Therapeut die Ingwerscheibe auf den nächsten Therapiepunkt. Da jeder Punkt mehrmals erhitzt wird, rötet sich die Haut deutlich. Mittlerweile gibt es industriell hergestellte Moxakegel.

Moxazigarre

Hier ist das Moxa in ein dünnes Papier gerollt und bildet dadurch eine Stange. Diese wird an der Spitze entzündet und etwas über der Haut des Patienten gehalten. Merkt dieser die Hitze, wird die Moxazigarre weiter bewegt. Auch hier wird jeder Punkt mehrmals behandelt. Und zwar so lange, bis die Haut im Therapiebereich rot ist.

Moxa-Nadeln

Hier befindet sich das Moxakraut an speziellen Akupunkturnadeln befestigt. Nach dem Setzen der Nadeln wird das Moxa entzündet. Somit wird die Hitze sehr konzentriert in den entsprechenden Therapiebereich geleitet.

Moxa-Pflaster

Dies sind speziell verarbeitete Pflaster, auf denen die zu klebende Seite mit Moxa beschichtet ist. Werden diese nun auf die zu behandelten Flächen geklebt, kommt es mit Hilfe der körpereigenen Wärme zu einer verstärkten Wärmereaktion. Dies kann bis zu 8 Std. anhalten und bietet sich für die Nachbehandlung von Akupunkturen an oder auch bei Muskelschmerzen oder Muskelverhärtungen.

Wie wirkt Moxa?

Moxa wirkt wie eine Akupunktur, so die Meinung der TCM. Durch die Hitzeentwicklung wird der Fluss des Qi im Meridiansystem angeregt. Besonders auf „leere“ Zustände der Meridiane, Akupunkturpunkten oder Körperregionen wirkt das Moxa „füllend“. Eine weitere Theorie besagt, dass die entstehende Hitze die Nervenenden in der Haut anregen würde. Das wiederum regt u.U. die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) oder die Nebennieren an. Dadurch könne sich die Hormonsituation positiv beeinflusst werden. Auch wird durch das Moxen der gesamte Stoffwechsel und auch die Durchblutung angeregt.
Seit den späten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts wird die Wirksamkeit bei wissenschaftlichen Untersuchungen überprüft.

Gibt es Nebenwirkungen?

Bei richtiger Anwendung treten keine mir bekannten Nebenwirkungen auf.

Durch den Rauch kann es aber möglich sein, dass es zu einer Beeinträchtigung der Atemwege kommen kann oder allergische Reaktionen auftreten.

Können Verbrennungen auftreten?

Hier kann ich ein klares Nein aussprechen, da man mit der Moxazigarre nie direkt auf die Haut geht oder diese berührt. Die Behandlung wird sehr sorgfältig und behutsam durchgeführt, sodass Verbrennungen oder gar Brandblasen durch das Herunterfallen von Asche oder vom glimmenden Kraus vermieden werden kann.


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